In der Ostbucht des Ossiacher Sees trat im letzten Jahrzehnt, bedingt durch die große Sichttiefe ein vermehrtes Wachstum eines Algenrasens am schlammbedeckten Boden auf. Bei starker Sonneneinstrahlung kam es durch die bei der Assimilation entstandenen Gasbläschen zu einem Auftreiben von Algen und Schlammfladen, welche zu einer erheblichen Störung der Nutzung des Ossiacher Sees als Badegewässer führten. Bisher wurde versucht, diese Algen – Schlammfladen mechanisch mit Siebbooten abzuschöpfen. Als eine der möglichen Ursachen des vermehrten Wachstums an Algen wurde von der Abteilung 15 des Amtes der Kärntner Landesregierung und des Kärntner Instituts für Seenforschung der Rückgang der Blattpflanzen und der mit ihnen einhergehenden Beschattung und Festigung des schlammigen Untergrundes angegeben; es wird vermutet, dass dieser Rückgang an Blattpflanzen durch die stetige Abdeckung des Seebodens mit frischem Sediment aus der Tiebel bewirkt wird.
Das Projekt wurde bei der Informationsveranstaltung am 18.Mai 2010 in Bodensdorf vorgestellt.
Präsentationsunterlagen im Format PDF
Die entwickelte Strategie soll in 3 Modulen umgesetzt werden:
Modul 1 umfasste folgende Maßnahmen (bereits 2006/2007umgesetzt): weiter lesen ...
Im Mündungsbereich der Tiebel in den Ossiacher See kommt es laufend zur Ablagerung von Sedimenten und Schwebstoffen durch den Tiebelzufluss. Diese Sedimente und Schwebstoffe führen zu einer Verlandung im Tiebelmündungsbereich, sodass das Wasser der Tiebel sich breitflächig über den Schüttkegel in die Ostbucht einschichtet. Durch die Saugbaggerungsarbeiten wurde erreicht, dass der Wasserstrom der Tiebel zielgerichtet entlang der Längsachse des Ossiacher Sees in das tiefere Becken geführt wird. Es ist daher erforderlich in gewissen Zeitabständen das im Mündungsbereich abgelagerte Material zu entfernen. Dies erfolgte durch die Saugbaggerung, bei welcher das abgesaugte Material in das errichtete östliche Sedimentationsbecken mittels Pumpdruckleitung eingebracht wurde.
Ausführungszeitraum Herbst 2006. Abgetragene Kubatur in situ: 54.000 m³
Die Tiebel wurde auf einer Länge von ca. 1.500m vom Mündungsbereich bis zum Begrenzungsdamm-Ost von Sediment und Schwebstoffablagerungen geräumt. Mit dem entfernten Material wurden die linksufrigen Dämme verstärkt und angepasst. Die Entfernung des Sedimentes stellt die ursprüngliche Sohle der Tiebel wieder her; das abgelagerte Sediment wurde vom Ossiacher See ferngehalten.
Für die Abgrenzung des Sedimentationsbeckens-Ost im Modul 1 sowie für die Durchführung der Saugbaggerungen im Modul 3 war es erforderlich, einen Begrenzungsdamm-Ost zu errichten, welcher das neu geschaffene Sedimentationsbecken von den östlich liegenden, weiterhin landwirtschaftlich genützten Flächen abtrennt und bei Hochwasser im Ossiacher See verhindert, dass das Wasser über die Tiebel und die Absetzbecken in den Polder zurückströmt. Dieser Begrenzungsdamm wurde auf einer Länge von ca. 200 lfm auch überströmbar ausgebildet, damit bei Hochwasser in der Tiebel und niedrigem Seespiegel der auftretende rechte Vorlandabfluss über die Absetzbecken Ost und West in den Ossiacher See fließen kann. Ausführung des Dammes erfolgte in Leichtbauweise.
Im Modul 2 sollen im Polderbereich des Bleistätter Moores - nördlich und südlich der Tiebel bzw. westlich der Bleistätter Moor Landesstrasse - ehemalige landwirtschaftliche Flächen geflutet und als Sedimentationsbecken für die Tiebel und für die „Alte Tiebel“ herangezogen werden, damit die in den Ossiacher See gelangende Sedimentations- und Nährstofffracht verringert wird. weiter lesen ...
Der wesentliche Teil des Moduls 2 kann erst nach erfolgter Ablöse der landwirtschaftlichen Flächen südlich der Tiebel umgesetzt werden.
Im Modul 2 ist die Umsetzung folgender Maßnahmen geplant:
Ziel des gegenständlichen Projektes war es, die Ursachen und Zusammenhänge biotischer und abiotischer Faktoren für die Defizite des Makrophytenbestandes anhand von Uferstruktur- und Sedimentbewertungen, Vergleichsdaten und Literaturstudien zu erheben.
Umfassende Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter:
Im Modul 3 des Projektes Sanierung Ossiacher See – Bleistätter Moor wurde eine flächenhafte Abbaggerung der dafür relevanten Sedimentschicht in der Ostbucht des Ossiacher Sees durchgeführt. weiter lesen ...
Der erste Teil der Saugbaggerung im Ossiacher See wurde durchgeführt:
Zeitraum: September 2007 bis April 2008
Gesamtausmaß der Saugbaggerungsfläche: 12,2 ha
Fördermenge (in situ gelagerter Schlamm): 116.533,75m³
Fördermenge Schlamm-Wassergemisch: ca. 850.000m³
Durch diese Saugbaggerung wurde das Sedimentmaterial / Schlamm am Seeboden gelöst und abgesaugt und in weiterer Folge in das östliche Sedimentationsbecken mittels Pumpdruckleitung eingebracht. Dieses Sedimentationsbecken wurde bereits während der Saugbaggerungsarbeiten im Herbst 2006 benützt und im Zuge der Umsetzung des Moduls 1 errichtet.
Der zweite Teil der Saugbaggerung im Ossiacher See wurde durchgeführt:
Zeitraum: März bis Mai 2009 – Sommerpause – September bis November 2009
Gesamtausmaß der Saugbaggerungsfläche: 11 ha
Fördermenge (in situ gelagerter Schlamm): 101.000m³
Fördermenge Schlamm-Wassergemisch: ca. 720.000m³
Bei dieser Saugbaggerung wurde das Sediment in ein weiter östlich gelegenes Becken (Fläche Rauchenwald – bereits in der Stadtgemeinde Feldkichen) verbracht.
Beide Becken wurden für die Sedimentation adaptiert; Errichtung von Umschließungs- und Querdämmen, Ausleitungen etc.
Des Weiteren wurden Versuchsbepflanzungen im Ossiacher See in den Jahren 2008 und 2009 unter Begleitung des KIS – Kärntner Institut für Seenforschung durchgeführt.
Bei einer positiven Entwicklung der Versuchspflanzungen sind weitere Bepflanzungsmaßnahmen 2010 im Bereich der abgebaggerten Flächen in der Gemeinde Steindorf geplant.
Finanzierung sowie bisher angefallene Kosten des Projektes:
Förderungsvertrag vom 28.06.2006, abgeschlossen zwischen dem Land Kärnten sowie dem Wasserverband Ossiacher See für das Projekt „ Sanierung Ossiacher See - Bleistätter Moor"
Art und Höhe der Finanzierung: weiter lesen ...
| Bundesmittel | 5.900.000€ |
| Landesmittel | 1.211.000€ |
| Wasserverband Ossiacher See | 150.000€ |
| Gemeinde Steindorf | 30.000€ |
| Gesamtsumme | 7.291.000€ |
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Bisherige Kosten: |
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Modul 1 (Kollaudierungssumme) Veranschlagt € 1.110.000 |
852.143,65€ |
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Modul 2 bis Okt. 2010 Veranschlagt € 1.995.000 |
281.000,00€ |
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Modul 3 bis Okt. 2010 Veranschlagt € 2.736.000,-- inkl. Grundablösung lt. Fördervertrag Voraussichtliche Kosten für die Grundablösung € 1.950.000 |
1.722.000,00€ |
| Kosten für die Grundablösung Stand 29.11.2010 |
1.744.121,00€ |
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Allgemeine Kosten bis Okt. 2010 ca. |
59.000,00€ |
| Bisherige Gesamtkosten: |
4.658.264,65€ |
Wasserverband Ossiacher See
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9560 Feldkirchen i.K.
Tel.: + 43 4276 2260
FAX: + 43 4276 2260 16
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Mo bis Do 7:30 - 12:30 und 13:30 - 16:30
Fr 7:30 - 13:00
24-Stunden Störungsdienst-Bereitschaft
Außerhalb der Öffnungszeiten steht für Kanalverstopfungen, Störungsbehebungen, bei Pumpstationen und dergleichen, der Bereitschaftsdienst des Verbandes zur Verfügung:
Tel.: +43 4276 2260
Tel.: +43 676 84186711 (Dienst 1)
Tel.: +43 676 84186712 (Dienst 2)