Fernüberwachung

Mit Stand Feber 2010 zählt der Wasserverband Ossiacher See in seinem Verbandsbereich 230 Außenstellen (Abwasserhebeanlagen, Pumpstationen, Übernahmestellen, Ausleitungsbauwerke, Kontrollstellen und sonstige Überwachungspunkte). Diese Außenstellen sind größtenteils bereits errichtet; einige der Pumpstationen werden in den laufenden bzw. zukünftigen Bauabschnitten gebaut werden. Die Außenstellen werden je nach Bedeutung und Lage in 9 Gruppen aufgeteilt, sind also 9  „Links“ zugeordnet.

1. Geplantes Datenfunknetz

Das Datenfunknetz nutzt 2 Technologien:

  • Datenübertragung über Funk:
    Diese Datenübertragung betrifft den Großteil (205) der Außenstellen und stellt eine kosten-günstige und unabhängige Lösung dar. Für die Datenübertragung werden Frequenzen im 70 cm Band von der Fernmeldebehörde zugeteilt.
  • Datenübertragung über Funktelefon (GSM):
    Einige Stationen (10) liegen im Funkschatten, sodass eine Datenübertragung nur über GSM-Module möglich ist.


Ziel des Ausbaues ist, dass die Betriebsfähigkeit der Außenstellen dauernd überwacht wird und Störungen per Funk sofort an die Zentrale gemeldet werden; bislang wurden Störungen an den Pumpstationen durch eine Blitzleuchte und eine Hupe signalisiert; die Anrainer waren angehalten, diese Störmeldungen telefonisch an den Wasserverband Ossiacher See weiterzuleiten.

Der Ausbau des Datenfunknetzes für die bestehenden Stationen  soll 2010 abgeschlossen werden, zukünftige Stationen werden von Anfang an in das Überwachungsnetz eingebunden sein.

2. Derzeitiger Ausbau-Zustand (Feber 2010)

Die Zentrale des Fernwirksystemes des WV Ossiacher See ist auf der Verbandskläranlage Feldkirchen untergebracht. Derzeit sind die Links 1 bis 6 im Ausbau und in Betrieb.  Über Link 1 werden die neun Hauptpumpstationen am Ossiacher See und der Anlandungsschacht der Seeleitungen am Westende des Ossiacher Sees  überwacht. Über Link 2 sind drei große Pumpstationen, die Pumpstation Alte Maut in Feldkirchen, Kanzelhöhe auf der Gerlitzen und die Pumpstation Seebachbrücke in Villach mit der Zentrale verbunden. Link 3 stellt den Sprechfunk dar. Link 4 erreicht die Nebenpumpstationen am Ossiacher See, Link 5 die Stationen im Raum Treffner Feld und Villach; Link 6 verbindet jene Stationen im Raum Feldkirchen, von welchen eine direkte Verbindung zur Zentrale möglich ist. Der  Link 9 dient für die Überwachung von  Außenstellen in Zusammenhang mit der Wasserversorgung.

Das Gerüst des Funksystems besteht aus drei Antennenmasten, der Zentrale auf der Verbandskläranlage Feldkirchen sowie den Relaisstationen Rappitsch in Ossiach und Gerlitzen auf der Kanzelhöhe.

Für jene 82 Pumpstationen im Osten und Norden von Feldkirchen, welche von der Zentrale nicht erreicht werden können, wird noch ein Standort für eine Relaisstation gesucht, weil der Standort Kitzl nicht umgesetzt werden konnte.

3. Basisstationen

Die derzeit 215 Außenstellen des Wasserverbandes Ossiacher See sollen über folgendes Funksystem erreicht werden:

Feldkirchen Nord und Ost -> 21 + 61 Stationen
Zentrale -> 10 + 23 Stationen, Sprechfunk
Rappitsch -> 49 + 5 Stationen
Gerlitzen -> 36 Stationen

10 Stationen liegen im Funkschatten und werden über GSM überwacht.

Die Basisstationen sind mit Richt- und Rundstrahlantennen ausgerüstet; die Funkgeräte haben in der Regel eine Leistung von 0,1 bis 12 W.

4. Außenstellen

Bei den Außenstellen (Pumpstationen, Messstellen usw.) steht in der Regel ein Freiluftschaltschrank, in welchem das Funkgerät untergebracht wird. Für die Antenne wird ein kleiner Antennenmast in Form eines ca. 2m hohen Rohrmastes errichtet, auf welchem eine Richtantenne montiert wird; diese Richtantennen sind auf die Zentrale oder die zugeordnete Relaisstation ausgerichtet. Da die Funkgeräte von der Fernmeldebehörde nur mit einer Leistung von 0,1W bewilligt werden, kommen ca. 1,4m lange Richtantennen mit einem Antennengewinn von 10dBd zum Einsatz. Manche Stationen, welche keine direkte Sichtverbindung zu den Basisstationen haben, werden über „Routingstationen“ erreicht. Diese „Routingstationen“ sind dann mit Rundstrahlantennen oder 2 Richtantennen ausgestattet.

5. Link 7 und 8

Für ca. 82 Stationen im Norden und Süd-Osten von Feldkirchen sowie im Glantal war die Errichtung eines Antennenmastes am Kitzl vorgesehen. Da dieser Mast nicht gebaut werden konnte, wird noch ein geeigneter Platz für eine Relaisstation gesucht, von welcher aus zu den Stationen in diesem stark gegliederten Gelände Sichtverbindung besteht und gleichzeitig die Verbindung mit der Zentrale hergestellt werden kann. Bedingt durch die geringen Funkleistungen und die zugeteilten Frequenzen ist eine direkte Verbindung unerlässlich; die notwendige direkte Sichtverbindung bringt natürlich das Problem mit sich, dass der Antennenmast auch von den besiedelten Gebieten - wo sich die Pumpstationen befinden – eingesehen werden kann.

Störungsdienst

24-Stunden Störungsdienst-Bereitschaft

Außerhalb der oben angeführten Öffnungszeiten steht für Kanalverstopfungen, beschädigte Schachtabdeckungen und Störungsbehebungen bei Pumpstationen der Bereitschaftsdienst des Verbandes jederzeit zur Verfügung:

Kontakt

Wasserverband Ossiacher See
Rabensdorf 45
9560 Feldkirchen i.K.

Tel.:  + 43 4276 2260
FAX: + 43 4276 2260 16
E-Mail: verwaltung@wvo.at

Öffnungszeiten:
Mo bis Do 7:30 - 12:30 und 13:30 - 16:30
Fr 7:30 - 13:00